Hilfe | Demo
AOT
Geburtenregister
Erstbeurkundung GE §§ 18 bis 25 PStG
Abb. 1
Abb. 1
Im Bereich Erstbeurkundung GE wird die Vorbereitung der Beurkundung und die Beurkundung im elektronischen Register bearbeitet. Die Geburt wird schriftlich oder mündlich angezeigt, eventuell auch bereits elektronisch.
Liegen alle Grundlagen und Nachweise vor, kann die Beurkundung in einem Arbeitsgang durchgeführt werden. Liegen nicht alle Unterlagen vor, oder sind Ausländer beteiligt und es stellen sich Fragen zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit des Kindes, ist eine Zwischenverfügung vorgesehen.
Besonderheiten des Geburtenregisters sind die Anzeige einer vertraulichen Geburt und die eines Findelkindes.
Im Bereich GE können Daten aus dem Bereich BV übernommen werden, wenn die Anerkennung der Vaterschaft im eigenen Amt vor der Geburtsbeurkundung beurkundet wurde. Wenn Mehrlingsgeburten beurkundet werden, können die Daten aus dem vorherigen Vorgang kopiert werden.
Nachbeurkundung GN § 36 PStG
Abb. 2
Abb. 2
Die Beurkundung der Geburt eines Kindes deutscher Eltern im Bereich Nachbeurkundung GN führt wie die Beurkundung im Bereich GE zu einem Ersteintrag im Geburtenregister des laufenden Jahres.
Eine Besonderheit ist die Nachbeurkundung der Geburt eines ausländischen Kindes, das im Ausland von deutschen Eltern angenommen wurde.
Nacherfassung GF § 76 PStG
Abb. 3
Abb. 3
Im Bereich Nacherfassung GF werden die Erstbeurkundungen (oder Haupteinträge) aus den in den Büchern geführten Alteinträgen nacherfasst.
In den Nacherfassungsbereichen werden nur die Eingabefelder angeboten, für die in der Anlage 1 zur PStV Datenfelder vorgesehen sind. Im Fall der Geburtenbücher ist zu beachten, dass sich das Abstammungsrecht in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach geändert hat und damit auch der Inhalt und die Protokollierung in den Geburtseinträgen.
Abstammung GA § 27 PStG
Abb. 4
Abb. 4
In dem Bereich Abstammung GA wird der Geburtseintrag fortgeführt, wenn sich die Abstammung gegenüber der Erstbeurkundung geändert hat. Die Änderung kann die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft betreffen, die Feststellung, dass der als Vater eingetragene Mann nicht der Vater des Kindes ist, sowie, wenn nach Heimatrecht der Mutter oder des Vaters vorgesehen, die Anerkennung der Mutterschaft zu einem Kind, das nicht in der Ehe der Mutter geboren wurde.
Da sich durch die Änderung der Abstammung für ein Kind ausländischer Eltern auch die Grundlage zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit geändert haben kann, wird im Bereich GA auch die Anfrage an die Ausländerbehörde angeboten.
Berichtigung GB §§ 47, 48 PStG
Abb. 5
Abb. 5
Welche Angaben unter welchen Voraussetzungen in den Personenstandseinträgen zu berichtigen sind, ist im PStG geregelt (§§ 47 und 48).
Der Anlass der Beurkundung unterscheidet zwischen Berichtigungen von Personenstandsdaten und von nicht den Personenstand betreffenden Daten im urkundlichen Teil des Eintrags. Die Anzeige der Grundlage dient der Orientierung bei der Bearbeitung.
Im Bereich Berichtigungen GB werden die zu berichtigenden Daten, hier das Kind oder die Eltern betreffend, gezielt über die Steuerfelder aufgerufen.
In diesem Bereich werden auch Einträge stillgelegt, die versehentlich mit falschen Registrierungsdaten (Standesamtsname und Nummer, Eintragsnummer und Jahr) nacherfasst wurden.
In diesem Bereich kann auch nachträglich die familienrechtliche Zuordnung eingetragen werden, wenn der Eintrag vor dem 2. PStRÄndG beurkundet worden ist.
Adoption GD § 27 PStG
Abb. 6
Abb. 6
Im Bereich Adoption GD wird die Beurkundung der Annahme als Kind für minderjährige und für volljährige Kinder bearbeitet.
Der Anlass der Beurkundung enthält in diesem Bereich den konkreten Sachverhalt, einschließlich der rechtlichen Grundlagen.
In der Regel geht es um die Annahme als Kind, selten um die Beurkundung der Umwandlung eines ausländischen Beschlusses und ebenso selten um die Aufhebung der Annahme.
Bei Adoption eines Volljährigen ist gegebenenfalls die Wirkung auf die Namen eines Kindes zu beachten.
Durch die vielen unterschiedlichen Fallkonstellationen gehört dieser Bereich zu den komplexesten des Fachverfahrens.
Hinweis GH §§ 21, 27 PStG
Abb. 7
Abb. 7
Die Hinweise im Geburtenregister bestehen aus den Geburtsdaten der Eltern, den Daten der Eheschließung, wenn sie verheiratet sind, Angaben zu deren Staatsangehörigkeit sowie zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für das Kind und zum Recht, nach dem es seinen Namen führt. Diese Hinweise werden in der Regel bei der Erstbeurkundung angelegt.
Die weiteren Hinweise, auf die Eheschließung, die Geburt eines Kindes und schließlich auf den Tod des Kindes, werden unabhängig von einer Folgebeurkundung im Geburtenregister eingetragen.
Ist ein Hinweis auf Grund einer Änderung des Personenstands im Ausland einzutragen, entstehen danach im Einzelfall auch Mitteilungspflichten.
Das Feld TestamentsVerzNr, das die Verbindung zur Testamentskartei hergestellt hatte, ist heute obsolet. Wenn ein Eintrag diese Nummer noch enthält, ist sie an dieser Stelle zu löschen.
Religionszugehörigkeit GK § 27 PStG
Abb. 8
Abb. 8
Da das Kind, mit Ausnahmen, bei der Erstbeurkundung noch keiner Religionsgemeinschaft angehört, wird sie auf Wunsch der Eltern nach der Taufe mit einer Folgebeurkundung im Bereich GK eingetragen.
Auch der spätere Austritt aus der Religionsgemeinschaft wird hier gespeichert.
Transsexuelle GS § 27 PStG
Abb. 9
Abb. 9
Im Bereich Transsexuelle GS wird sowohl die Folgebeurkundung über eine Änderung der Vornamen und des Geschlechts nach dem Transsexuellengesetz als auch nach dem noch neuen Gesetz über Änderungen im Geburtseintrag bearbeitet. Beide Gesetze behandeln eine Änderung der Vornamen und des Geschlechts.
Gesteuert wird der Prozess durch die beiden Ankreuzfelder Änderung nach §§ 1 und 8 TSG und Änderung nach § 45b PStG.
Nachträgliche Namensänderung GT § 27 PStG
Abb. 10
Abb. 10
Die Änderung des Namens des Kindes wird im Bereich GT als Folgebeurkundung bearbeitet. Die Änderung kann auch die Namen eines Elternteils betreffen, zum Beispiel, wie abgebildet, im Fall der Erstreckung des Ehenamens der Eltern. Wird der Ehename aus Anlass der Eheschließung der Eltern bestimmt, wird im Bereich GT auch der Hinweis auf die Eheschließung der Eltern eingetragen.
In seltenen Fällen betrifft die Namensänderung ein Kind, das bereits ein Kind hat, das berücksichtigt werden muss.
Fehlgeburt GL § 31 PStV
Abb. 11
Abb. 11
Im Bereich GL wird sowohl der Antrag auf Ausstellung einer Bescheinigung über eine Fehlgeburt aufgenommen als auch die Bescheinigung ausgestellt.
Da es keinen Geburtseintrag für diese Fälle gibt, handelt es sich hier um eine spezielle Sonderregelung (§ 31 Abs. 2 Satz 3 und 4 PStV).
Der Bereich enthält nur die wichtigsten Masken und Datenfelder. Die Eingangsmaske ist gleichzeitig die Schlussverfügung.
© Verlag für Standesamtswesen GmbH 2004–2021 AOT | MBO | VWV | GS | STAUA | KOPG | FL | DPP | DA | IEK | STAZ Datenschutzhinweis | Haftungshinweis | Nutzungsbedingungen | Impressum