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Fachlexikon
Vorwort
Seit der letzten Überarbeitung des Lexikons im Jahre 2003 sind auf den Gebieten des Personenstandsrechts und Familienrechts zahlreiche Änderungen ergangen, von denen der grundlegenden Reform des Personenstandsrechts besondere Bedeutung zukommt. Das Personenstandsrechtsreformgesetz vom 19.2.2007 (BGBl. I S. 122) enthielt in seinem Artikel 1 ein neues Personenstandsgesetz, das am 1.1.2009 in Kraft trat. Dieses Gesetz gab für das Personenstandswesen den Startschuss in das digitale Zeitalter: Mit einer Übergangsfrist bis zum 31.12.2013 wurde die Personenstandsbuchführung auf Papier durch eine Registerführung in elektronischen Registern abgelöst. Die Umstellung wurde begleitet von einer Reduzierung des Registerinhalts auf die wesentlichen zur Beurkundung des Personenstandes erforderlichen Angaben und eine Festsetzung von Fortführungsfristen, nach deren Ablauf sich die Register zu Archivgut wandeln.
Das neue Personenstandsgesetz mit entsprechenden Ausführungsvorschriften in der Personenstandsverordnung und der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Personenstandsgesetz, aber auch die das Reformpaket begleitenden Änderungen anderer Gesetze (insbes. BGB, EGBGB, FamFG), bildeten den eigentlichen Fundus für die Überarbeitung des Fachlexikons. Die 9. Auflage berücksichtigt außerdem alle weiteren bis zum Redaktionsschluss (1.12.2015) erfolgten Rechtsänderungen, zuletzt durch das Gesetz zur Bereinigung des Rechts der Lebenspartner vom 20.11.2015 (BGBl. I S. 2010), sowie die einschlägige Rechtsprechung zu allen Stichwörtern. Die Länderangaben, die vor allem auf den vom Auswärtigen Amt veröffentlichten Daten und den in der GS abgedruckten Übereinkommen basieren, wurden ebenfalls zu dem genannten Stichtag überarbeitet.
Die Bearbeitung der 9. Auflage erfolgte wieder arbeitsteilig zwischen Heinrich Bornhofen (Buchstaben A bis E), Helga Kraus (Buchstaben F bis M) und Heribert Schmitz (Buchstaben N bis Z). An dieser Stelle sei Karl Krömer für seine Mitarbeit an der 8. Auflage gedankt; für ihn ist Helga Kraus in das Autorenteam eingetreten, die neben ihrer Tätigkeit als Standesbeamtin auch Mitglied des Fachausschusses des Bundesverbandes der Deutschen Standesbeamtinnen und Standesbeamten ist.
Berlin, Mönchengladbach, im Dezember 2015
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