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Das Standesamt
Neunzig – Legalisation aserbaidschanischer Personenstandsurkunden
Jahr, Seite 2000, 87
Titel Legalisation aserbaidschanischer Personenstandsurkunden
FA-Nr. 
Autor 
Werner Neunzig, Stadtamtmann, Hürth
Legalisation aserbaidschanischer Personenstandsurkunden
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Baku hat unter dem 4.11.1999 ein von ihr herausgegebenes Merkblatt über das Verfahren bei der Legalisation übermittelt, das folgenden Wortlaut hat:
»Verfahren für die Legalisation aserbaidschanischer Personenstandsurkunden
Bevor die Botschaft eine aserbaidschanische Personenstandsurkunde legalisieren kann, muß die Urkunde ein festgelegtes Verfahren bei verschiedenen aserbaidschanischen Behörden durchlaufen haben. Dieses Verfahren beinhaltet die folgenden Schritte:
1.
Anfertigen einer Fotokopie der Urkunde.
2.
Die Übereinstimmung der Fotokopie mit dem Original wird von einem Notar bestätigt.
3.
Anfertigung einer Übersetzung der Urkunde und des Beglaubigungsvermerkes in die deutsche Sprache durch einen anerkannten Übersetzer.
4.
Die Übersetzung wird von einem Notar mit der Kopie der Urkunde durch Bindfaden verbunden.
5.
Der Notar beglaubigt die Unterschrift des Übersetzers.
6.
Die Unterschrift des Notars wird vom Justizministerium beglaubigt.
7.
Die Unterschrift des Mitarbeiters des Justizministeriums wird vom Außenministerium beglaubigt.
Im Anschluß bestätigt die Botschaft die Echtheit der Unterschrift des Mitarbeiters des Außenministeriums und des verwendeten Dienstsiegels. Erst dieser Schritt ist die eigentliche Legalisation.«
Im konkreten Fall hat die Botschaft auf die Langwierigkeit des Verfahrens der Vorbestätigungen hingewiesen und den Weg persönlicher Vorsprachen vorgeschlagen:
»Die erbetene Legalisation [einer Geburtsurkunde] kann jedoch derzeit nicht durchgeführt werden, da noch eine Reihe von Vorbestätigungen eingeholt werden muß. Die Botschaft kann sich natürlich mit einer entsprechenden Bitte an die aserbaidschanischen Behörden wenden, ich gebe jedoch zu bedenken, daß in diesem Fall mit einer Bearbeitungszeit der aserbaidschanischen Seite von mehreren Monaten bis Jahren gerechnet werden muß.
Im Interesse der Verlobten schlage ich deshalb vor, daß die Verlobten einen in Baku lebenden Verwandten, Freund oder Bekannten bitten, die nötigen Vorbestätigungen bei den verschiedenen aserbaidschanischen Behörden einzuholen und die Urkunde im Anschluß der Botschaft wieder vorzulegen. Bei einer persönlichen Vorsprache sind die erforderlichen Vorbestätigungen in der Regel innerhalb kürzester Frist zu erhalten, für die eigentliche Legalisation benötigt die Botschaft dann nur noch wenige Tage.«
Werner Neunzig, Standesbeamter, Hürth
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