AutiSta

Geschichte

Geschichte

1982, unter der Geschäftsführung von Klaudia Metzner, wurde das erste Konzept für ein Automationsverfahren im Standesamt entwickelt, beraten und unterstützt durch einen ausgewiesenen Spezialisten, den Mathematiker Friedemann Sièvi. Damals war der erste Personal Computer von IBM auf den Markt gebracht worden, und die Entscheidung für dieses System als Basis für ein dezentrales Anwendungsverfahren war damals wegweisend. Mit der Programmierung der ersten Version wurde die Softlab AG in München beauftragt. Nach einer Entwurfs- und Entwicklungszeit von drei Jahren konnte 1985 mit dem Standesamt Schwabmünchen in Bayern der erste Kunde für AutiSta gewonnen werden.

Danach begann der Verlag, AutiSta mit eigenen Programmierern weiter zu entwickeln. Während in den ersten Jahren noch ein Team von drei Entwicklern die Pflege und Weiterentwicklung des Programms bewältigen konnte, wuchs die Abteilung in den neunziger Jahren unter der Leitung von Dr. Burkhardt Renz, heute Professor der Technischen Hochschule Mittelhessen, auf mehr als zehn Mitarbeiter an. Gleichzeitig wurde eine eigene Abteilung für Support und Qualitätssicherung aufgebaut. Heute beschäftigt der Verlag in mehreren Teams mehr als 40 Mitarbeiter: dazu gehören Entwickler, Softwarearchitekten und Datenbankspezialisten unter der Produktverantwortung von Stephan Jancar, sowie, im Bereich der immer wichtiger werdenden Qualitätssicherung verschiedenste Spezialisten unter der Leitung von Paul Rosenberg.

Wichtige Meilensteine in der Geschichte von AutiSta waren Ende der Neunziger Jahre der Übergang von Vordrucken auf elektronische Formulare, sowie die Einführung einer Client-Server-Architektur. In den Jahren 2006 bis 2008 wurde das Verfahren unter Java komplett neu entwickelt, 2009 wurde ein mandantenfähiger AutiSta-Server für den optimalen Betrieb in Rechenzentren eingeführt.

Für den Erfolg auf dem Markt waren die Rahmenvereinbarungen mit kommunalen Dienstleistern, den öffentlich rechtlichen Anstalten und Rechenzentren in allen Bundesländern von großer Bedeutung. 1987, zwei Jahre nach der ersten Installation, hatten 100 Standesämter AutiSta im Einsatz, 1991 wurde der 750ste Anwender gefeiert, 1999, als der Verlag sein 75-jähriges Jubiläum beging, hatten sich 3.500 Standesämter für AutiSta entschieden, und im Juli 2011 waren es mehr als 4.700.

Auch die erfolgreiche Umstellung des Fachverfahrens auf das am 1. Januar 2009 in Kraft getretene Personenstandsrecht und die Einführung elektronischer Register in den Standesämtern mit dem ePR-Server des Verlags sind heute bereits Geschichte.