Nachrichten zu Italien

Im Amtsblatt (Gazzetta Ufficiale) vom 12.9.2014 ist das Gesetzesdekret Nr. 132 veröffentlicht worden, das diverse Maßnahmen zur Vereinfachung und Beschleunigung zivilprozessualer Angelegenheiten und insbesondere Regelungen zu Scheidungsvereinbarungen betrifft.
Am 28.8.2014 hat das Gericht für Minderjährige (Tribunale per i Minorenni) in Rom erstmals in Italien die Adoption eines Kindes durch die Partnerin der biologischen Mutter zugelassen.
Am 1.8.2014 tritt das Europäische Übereinkommen vom 11.5.2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt für 11 Staaten in Kraft, am 1.11.2014 für zwei weitere.
Der italienische Verfassungsgerichtshof hat in einem aktuellen Urteil (Nr. 170 vom 11.6.2014) entschieden, dass ein Geschlechtswechsel des Ehemanns nicht ohne weiteres zur Scheidung der Ehe führt.    
Das Landgericht (Tribunale) in Grosseto (Toskana) hat Anfang April erstmals in Italien angeordnet, dass eine im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehe anerkannt und registriert wird.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in einer Kammerentscheidung vom 7.1.2014 die Praxis im italienischen Namensrecht verworfen, die vorsieht, dass Kinder verheirateter Eltern zwingend den Nachnamen des Vaters erhalten.
Der italienische Kassationshof hat in einem Urteil vom 17.7.2013 entschieden, dass das Recht auf den eigenen Nachnamen nicht nur in Art. 6 des Zivilgesetzbuchs geregelt, sondern als Teil des Persönlichkeitsrechts auch von der Verfassung geschützt sei.  
Unter der Schirmherrschaft der Stadt Palermo und der deutschen Botschaft in Rom findet vom 30.9.-4.10. 2013 in Mondello-Valdesi (Palermo) ein deutsch-italienisches Seminar zur Rechtsvergleichung im Bereich des Erbrechts und des ehelichen Güterrechts statt.  
In Italien ist am 21. Juni eine Regelung verabschiedet worden, die in bestimmten Zivil- und Handelsrechtsstreitigkeiten eine Mediation zwingend vorschreibt.  
Am 1.1.2013 ist das Reformgesetz vom 10.12.2012 Nr. 219 zur Beseitigung der Unterschiede zwischen legitimen und illegitimen Kindern (in Kraft getreten.