Corona-Impfung gegen den Willen des Vaters

Israel

Das Familiengericht in Haifa hat in einer Entscheidung vom 1.7.2021 eine Mutter autorisiert, ihre beiden 15-jährigen Kinder gegen den Willen des Vaters gegen Corona impfen zu lassen. Beide Kinder hatten sich eine Impfung gewünscht, um weiter an Sportaktivitäten teilnehmen zu können. Die Mutter hatte sich darüber hinaus darauf berufen, dass das israelische Gesundheitsministerium zur Impfung von 12-15-Jährigen ermutigt habe, da wegen baldigen Haltbarkeitsablaufs für einen begrenzten Zeitraum Dosen hierfür zur Verfügung stünden und die Inzidenz in der Altersgruppe steige. Der Vater hatte dagegengehalten, es lägen keine schlüssigen Daten über die Wirksamkeit der Impfung Jugendlicher vor. Die Richterin entschied, dass bei Uneinigkeit der Eltern das Gericht eine Entscheidung zum Wohl der Kinder treffen könne und ließ die Impfung zu. Dabei bezog sie sich auch auf die nach Art. 12 KRK gebotene Berücksichtigung des Kindeswillens.

Bericht des Global Legal Monitor der Library of Congress mit Verlinkung des Originalurteils