Monogamiegesetz verabschiedet

Myanmar

Der myanmarische Präsident Thein Sein hat am 31.8.2015 ein Gesetz unterzeichnet, das Polygamie verbietet und diese, sowie das Zusammenleben Verheirateter mit einer Frau, die nicht ihre Ehefrau ist, mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sieben Jahren bedroht. Dies wird von Kritikern als antiislamische Maßnahme gesehen, die Muslime diskriminiert. Auch das ebenso umstrittene Gesetz zu interreligiösen Eheschließungen buddhistischer Frauen, das das Parlament Ende Juli verabschiedet hatte, wurde ausgefertigt. Damit sind die letzten beiden von vier Gesetzesvorhaben, die nach Ansicht von Kritikern eine unangemessene Benachteiligung nichtbuddhistischer Minderheiten mit sich bringen, endgültig verabschiedet – die ersten beiden betrafen Religionswechsel und Geburtenkontrolle. Bisher liegen die Gesetzestexte lediglich in der Originalsprache vor; eine englische Fassung existiert noch nicht.

Seite auf Network Myanmar mit weiteren Informationen (Dort sind auch die Gesetzestexte auf Myanmarisch verlinkt.)