Kanada

Nach einer Pressemitteilung der kanadischen Regierung vom 14.6.2021 können in Zukunft indigene Namen in Pässe, Staatsangehörigkeitsurkunden und Aufenthaltskarten (permanent resident cards) eingetragen werden.

Sandra Wilkinson, Richterin am Supreme Court von British Columbia, hat in einem Urteil vom 23.4.2021 entschieden, dass eine zweite (biologisch nicht verwandte) Mutter, die mit den biologischen Eltern in einer polyamourösen Beziehung lebt, in die Geburtsurkunde eines Kindes aufgenommen werden kann.

Am 19. April 2021 hat in der kanadischen Provinz Nova Scotia ein Änderungsgesetz zum Parenting and Support Act den Royal Assent erhalten.

Am 1.3.2021 ist Bill C-78 in Kraft getreten.

Der Supreme Court von British Columbia hat mit einem Urteil vom 30.10.2020 (2020 BCSC 1628) entschieden, dass in Fragen des Umgangsrechts und des Wohnsitzes von Kindern nicht der Family Law Act von British Columbia anzuwenden ist, sondern der bundesrechtliche Divorce Act.

Am 20.11.2020 hat der Moving Ontario Family Law Forward Act, 2020 den Royal Assent erhalten.

Der Federal Court of Canada hat in einem Urteil vom 17.11.2020 (A.P. v. Canada (Citizenship and Immigration), 2020 FC 906) entschieden, dass eine Verbindung eines homosexuellen Mannes und einer heterosexuellen Frau für immigrationsrechtliche Zwecke als eheähnliche Verbindung (conjugal relationship)

Der Supreme Court of Canada hat in einem Urteil vom 19.11.2019, zu dem am 18.9.2020 die Entscheidungsgründe veröffentlicht wurden, entschieden, dass Kindesunterhalt nach Sec. 152 des Family Law Act von British Columbia auch rückwirkend einem inzwischen volljährigen Kind zugesprochen werden kann.

Ab Juli 2020 wird nach einer Mitteilung der kanadischen Regierung der Begriff „parent“ (Elternteil) im Citizenship Act so verstanden, dass hierunter auch Personen fallen, die bei dessen Geburt rechtlicher aber nicht biologischer Elternteil eines Kindes sind.

Nach einer Mitteilung des kanadischen Justizministers vom 5.6.2020 ist das Inkrafttreten von Bill C-78, das für den 1.7.2020 vorgesehen war, auf den 1.3.2021 verschoben worden.