Umstrittenes Gesetz zu interreligiösen Eheschließungen im Parlament verabschiedet

Myanmar

Am 9.7. 2015 ist in Myanmar ein umstrittener Gesetzentwurf zu interreligiösen Eheschließungen parlamentarisch verabschiedet worden, der noch der Ausfertigung durch den Präsidenten bedarf. Der Entwurf sieht vor, dass vor einer Eheschließung von Buddhisten mit Nichtbuddhisten besondere Formerfordernisse zu erfüllen sind, insbesondere die Einholung einer Erlaubnis bei lokalen Behörden und die öffentliche Bekanntmachung der Verlobung.

Die neuen Regelungen stoßen im In- und Ausland auf massive Kritik. Die EU erklärte, hiermit sei eine Diskriminierung buddhistischer Frauen verbunden, deren Möglichkeit, außerhalb ihrer Religion zu heiraten, de facto beschnitten werde. Das Gesetz werde sich außerdem für nichtbuddhistische Männer negativ auswirken.