23. Januar 2014
Warum können Registernummern nicht mehr frei vergeben werden, damit keine Lücken entstehen?

Bis zum 31.12.2008 wurden alle Einträge eines Jahrgangs chronologisch und lückenlos nach Nummern sortiert in einem Buch fest gebunden. Spätere Folgebeurkundungen wurden als Randvermerk direkt auf dem Eintrag beigeschrieben.

Die Registernummer in einem elektronischen Register identifiziert einen Haupteintrag und seine Folgebeurkundungen und Hinweise nur über die Registrierungsdaten. Die Registrierungsdaten bestehen aus dem Namen des Standesamts, seiner Standesamtsnummer und der Registernummer, die aus der Registerart, der Eintragsnummer und dem Beurkundungsjahr besteht.

In den elektronischen Registern werden die Folgebeurkundungen immer für sich selbst gespeichert. Die Zuordnung zum Haupteintrag erfolgt nur über die Eintragsnummer. Es gibt also kein elektronisches Pendant zum gebundenen Buch. Daher ist in elektronischen Registern auch die Lückenlosigkeit der Eintragsnummern nicht mehr erforderlich.

Gegen die freie Vergabe von Eintragsnummern sprechen auch technische Argumente. Organisatorische Lösungen für die Eintragsnummernvergabe müssen durch technische Lösungen ersetzt werden, um die transaktionale Sicherheit der Zusammenarbeit von Fach- und Registerverfahren zu gewährleisten. Aus diesem Grunde wird die Eintragsnummer mit der neuen Schnittstelle XPersonenstandsregister (XPSR) 1.6, die ab dem 1. November 2014 in Kraft tritt, nur noch durch das Registerverfahren mit der Verfügung vergeben. Organisatorische Lösungen, die das Vorbereiten von Mitteilungen vor der Verfügung ermöglichten, sind dann nicht mehr möglich. Eine Mitteilung kann erst erstellt werden, wenn der Eintrag im elektronischen Register gespeichert ist.

Dies ist der Tribut, den die Elektronik fordert.

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