25. Februar 2014
Warum werden die Daten der elektronischen Mitteilungen nicht automatisch in die Vorgangsdaten der Fortführung übernommen?

Bisher waren sich die Standesbeamten einig, dass das Standesamt, das einen Registereintrag führt, die Verantwortung für die Folgebeurkundungen im urkundlichen Teil und Fortführungen im Hinweisteil trägt.

Soll bei der Übernahme von Daten aus elektronischen Mitteilungen diese Verantwortung nun einer Maschine übertragen werden?

Weder der Absender der Daten, noch die Software, die diese Daten beim Empfänger abliefert, noch die Software, die prüft, ob der Eintrag überhaupt bei dem adressierten Empfänger geführt wird, kennt den Zieleintrag. Deshalb muss das Standesamt, das den betroffenen Eintrag führt, selbst die Datenübernahme steuern, das heißt in der Vorgangsbearbeitung den richtigen Anlass für die Fortführung auswählen sowie im Einzelfall weitere Steuerfelder ankreuzen. Danach wird er wieder von AutiSta unterstützt.

Für die Übernahme von Daten aus einer elektronischen Mitteilung sind zwei Methoden vorgesehen. Daten, die als Hinweis in ein Register einzutragen sind, werden automatisch übernommen, wenn der Anlass des Hinweises ausgewählt und eventuell erforderliche Steuerfelder angekreuzt wurden.

Bei Mitteilungen, die Folgebeurkundungen auslösen, werden die Daten aus der Mitteilung nicht automatisch übernommen. In diesen Fällen muss das Standesamt des Zieleintrags prüfen, welche Änderungen in seinem Eintrag auf Grund der Mitteilung vorzunehmen sind. Deshalb wird für alle Felder, deren Inhalt sich dadurch ändern könnte, mit einer neuen Funktion, der Minus-Übernahme (-), die Übernahme aus der Mitteilung angeboten.

Mit diesen beiden Methoden wird gewährleistet, dass das registerführende Standesamt die Hoheit über seine Einträge behält und gleichzeitig die Vorteile der elektronischen Datenübermittlung voll ausgenutzt werden.

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