19. November 2021
Allgemein

Warum können mit AutiSta 12.0 nicht mehr alle Mitteilungen an das ZTR versendet werden?

Mit der Version XPS 1.7.6, die mit AutiSta 12.0 stichtagsbezogen produktiv gesetzt wurde, werden Nachrichten nicht versendet, die ein leeres Pflichtfeld enthalten. In diesen Fällen kann das PDF ausgedruckt und mit der Post versendet werden.

Eine Ausnahme gilt für die Nachricht 065010 an das Zentrale Testamentsregister, denn dort können nur elektronische Mitteilungen verarbeitet werden.

1. Ein Beispiel

Abb. 1

Der Nachweis der Geburt der verstorbenen Person liegt nicht vor, das Standesamt schreibt in das Feld Name eine Erläuterung und lässt das Feld Behörde leer.

1.1 Fehlermeldung in der Druckauswahl

Abb. 2

Ist in dem Feld Name des Standesamts der Geburt etwas eingetragen worden, das Feld Behörde, das ein Pflichtfeld in der XPS-Nachricht ist, aber leer, wird die Nachricht nicht versendet. In der Druckauswahl wird eine Fehlermeldung angezeigt, die sich hinter dem roten Kreis verbirgt. Sie wird mit der Funktion Mouseover angezeigt.

Da es noch andere Datenfelder gibt, die bisher leer übermittelt werden konnten, muss die Fehlermeldung immer beachtet werden.

 

1.2 Aussage der Fehlermeldung

Abb. 3

Die Fehlermeldung dieses Beispiels ist – trotz der sehr technischen Ausrichtung – verständlich. Man kann aus der ersten Zeile ablesen, dass es um die Geburt der verstorbenen Person geht, konkret um die Behördenfunktion des Registereintrags (gemeint ist die Behördenbezeichnung), und dass der Wert nicht dem Muster der Modellierung entspricht. In der letzten Zeile der Meldung wird diese Aussage konkretisiert, dass nämlich der Wert dieses Feldes nicht valide ist.

Da Mitteilungen grundsätzlich erst nach der Verfügung in das elektronische Register versendet werden, wird das Problem erst nach der Verfügung in das elektronische Register erkannt. Das Standesamt wird aufgefordert, die Mitteilung auszudrucken und konventionell zu versenden.

1.3 § 78e Satz 4 BNotO, § 9 Abs. 1 ZTRV

Das Zentrale Testamentsregister verarbeitet grundsätzlich keine konventionellen Nachrichten (§ 78e Satz BNotO, § 9 Abs. 1 ZTRV) und schickt die Papiermitteilungen deshalb zurück. Da die Berichtigungsnachricht 064100 für diese Fälle, die in der Regel im Bereich SH zu korrigieren sind, nicht passt, kann das Standesamt die Nachricht nur ausdrucken und konventionell versenden.

2. Übergangslösung und Hotfix

Mit einem Hotfix wird noch im November eine Programmänderung ausgeliefert, mit der Nachrichten 065010, die nicht spezifikationskonform sind (siehe Beispiel oben), trotzdem versendet werden. Sie werden vom ZTR angenommen.

Bis zu diesem Zeitpunkt werden konventionelle Mitteilungen ausnahmsweise vom Zentralen Testamentsregister akzeptiert und manuell verarbeitet.

3. Fehlervermeidung

Die Fehlersituation kann jedoch vermieden werden, wenn die Standesämter die Datenfelder nur mit den Inhalten füllen, für die sie vorgesehen sind.

Im Fallbeispiel wären entweder sowohl das Feld Behörde und Name für die Geburt der verstorbenen Person auszufüllen, oder die Felder für die Registrierungsdaten bleiben beide leer.