14. Oktober 2020
Geburtenregister
Sterberegister

Welche Nachricht ist an das Standesamt der Geburt oder des Sterbefalls zu senden, wenn sich das Ereignis auf der Fahrt in einem Fahrzeug ereignete?

Geburten und Sterbefälle, die sich auf der Fahrt in einem Fahrzeug ereigneten, werden in dem Standesamt beurkundet, in dessen Bezirk die Mutter oder die verstorbene Person aus dem Fahrzeug gebracht wurden.

Dieses Standesamt teilt dem Standesamt, in dessen Bezirk sich der Personenstandsfall ereignet hat, die Beurkundung formlos mit, denn die Personenstandsverordnung sieht dafür keine spezielle Mitteilung vor und auch keine Regelung, wie mit der Mitteilung zu verfahren wäre. Es liegt demnach im Ermessen des Empfängers, wie er organisatorisch mit der Information umgeht, um bei einer späteren Anfrage, zum Beispiel auf Ausstellung einer Urkunde, auf das den Eintrag führende Standesamt verweisen zu können.

Immer wieder zur Diskussion steht eine Referenzbeurkundung im Standesamt des Ereignisses, mit einem Hinweis auf die tatsächliche Beurkundung. Damit könnten Anfragen beim Ereignisstandesamt an das den Eintrag führende Standesamt verwiesen werden.

In Erwartung einer späteren Regelung zur Errichtung von Referenzeinträgen wurde als Übergangslösung im Fachverfahren das Hilfskonstrukt der referenzierten Standesämter eingeführt. Mit diesem komplexen Verfahren kann zwar auch heute noch die Tabelle der verwalteten Standesämter um fiktive Standesämter erweitert werden. Mit AutiSta 12 wird diese Speicherung von Daten außerhalb des Registers jedoch eingestellt. Damit kann auf die bisher dort eingetragenen Referenzstandesämter nicht mehr zugegriffen werden.