Gesetz gegen Vaterschaftsbetrug verabschiedet
Am 19.6.2026 wurde in Panama das Gesetz Nr. 535 über die Sanktionierung von Vaterschaftsbetrug (Ley que sanciona el fraude de paternidad en la República de Panamá) im Amtsblatt (Gaceta Oficial Nr. 30550 vom 19.6.2026) verkündet. Es soll das Recht auf die biologische Wahrheit sowie Treu und Glauben und Rechtssicherheit schützen. Als Vaterschaftsbetrug gilt insbesondere, einen Mann dazu zu verleiten, ein nicht von ihm abstammendes Kind anzuerkennen, oder Informationen über die wahre biologische Vaterschaft zu verschleiern. Die Anfechtung einer durch Täuschung oder Betrug erlangten Vaterschaft ist künftig unverjährbar; in jedem Verfahren ordnet das Gericht von Amts wegen einen DNA-Test oder einen nicht-invasiven pränatalen Vaterschaftstest an, und die grundlose Weigerung, einen solchen Test vornehmen zu lassen, gilt als schwerwiegendes Indiz gegen den Beschuldigten. Wird der Betrug gerichtlich festgestellt, werden die Löschung der Abstammung im Zivilregister angeordnet und die künftigen gesetzlichen Pflichten des Betroffenen beendet; das Recht des Kindes, seine wahre Abstammung geltend zu machen, bleibt unberührt.