Levinas, Justice and Mediation

Ursula Froese
Viadrina-Schriftenreihe zu Mediation und Konfliktmanagement, Band 37
Broschiert, 60 Seiten, 23.05.2022
19,90

Als Streitbeilegungsmethode die sich als Alternative zu Gerichtsverfahren behauptet, erzielt die Mediation nicht nur akzeptable sondern auch gerechte Lösungen. Wie das aber geschieht, lässt sich nicht leicht erklären. Denn in unseren liberalen Gesellschaften wird die Gerechtigkeit durchweg als universale Gesetzlichkeit verstanden, als Maximierung der Freiheit aller. In der Mediation geht es aber nicht um die Anwendung eines Universalprinzips, sondern um autonome Parteien, die für ihren Streit eine höchstindividuelle Lösung erarbeiten. Will man dennoch auf den Gerechtigkeitsbezug der Mediation bestehen und diesem auf den Grund gehen, so muss man tiefe Voraussetzungen unserer westlichen, egologischen Zivilisation in Frage stellen. Das hat der Philosoph Emmanuel Levinas in seinen Analysen der menschlichen Erfahrung getan. Er hat versucht zu zeigen, dass Freiheit und Gerechtigkeit in der persönlichen Begegnung und dem daraus erwachsenden Diskurs entstehen. Diese Studie versucht, Levinas‘ Einsichten für ein Verständnis der Mediation fruchtbar zu machen und daraus für die Mediation sowohl zwischen Einzelpersonen als auch im internationalen Kontext praktische Konsequenzen zu ziehen.

Levinas, Justice and Mediation

Bibliographie

ISBN
978-3-96117-117-0
Bruttopreis
19,90 €
Umfang
60 Seiten
Format
Broschiert
Veröffentlicht
23.05.2022
Ausgabe
Band 37